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Ein Meilenstein für die Sicherheit: Rückhaltebecken „Ellbach“ feierlich eingeweiht

Erstelldatum28.04.2026

Nach einer intensiven Planungs- und Bauzeit ist der Hochwasserschutz in der Region um ein bedeutendes Bauwerk reicher: Am Freitag, den 24. April 2026, wurde das sanierte Rückhaltebecken „Ellbach“ durch den Wasser- und Bodenverband offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Das Bauwerk am Ellbach, das in den 1960er Jahren errichtet wurde, leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Hochwasserereignissen. Die Notwendigkeit der Maßnahme hatte sich bereits im Sommer 2021 verdeutlicht, als nach starken Regenfällen Schäden an der alten Anlage festgestellt wurden, die einen kritischen Zustand des Beckens offenbarten.

In seiner Begrüßung hob Andreas Maaß, Vorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes, die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten hervor. Sein besonderer Dank galt dem Planungsbüro RSI aus Biberach sowie dem ausführenden Bauunternehmen Josef Hebel.

Der Bürgermeister von Steinhausen a.d.R. und st. Verbandsvorsitzender Hans-Peter Reck wies auf die Historie hin und dass die Anlage auf Steinhauser Gemarkung liege.

Im April 2021, also vor ziemlich exakt fünf Jahren, wurde in einer vertieften Untersuchung vorgestellt, dass der Damm extrem sanierungsbedürftig sei. Auch dank der damaligen Verbandsvorsitzenden Irene Brauchle sei es gelungen, in dieser kurzen Zeit Planung, Förderantragstellung für den 70%igen Landeszuschuss für die Maßnahme, und Genehmigung zu erreichen und die Maßnahme innerhalb der Kostenschätzung auch umzusetzen.

Die Sanierung war dabei technisch anspruchsvoll:

  • Standsicherheit: Zur Verhinderung von Durchströmungen wurde eine Innendichtung mittels Spundwand in den Damm eingebracht.
  • Ökologie: Das Ablaufbauwerk wurde komplett neu errichtet und so gestaltet, dass eine ökologische Durchgängigkeit für Wasserlebewesen gewährleistet ist.
  • Infrastruktur: Über das neue Brückenbauwerk des Ablaufs wird künftig auch die Kreisstraße geführt.

Durch die Zahlen und die technischen Daten führte Jürgen Rapp vom Ingenieurbüro RSI, das die Maßnahme begleitete.

Ein besonderer Moment der Einweihung war die feierliche Segnung durch Pfarrer Schönball. Er stellte das Bauwerk unter den Schutz Gottes und erinnerte an die Bedeutung des Elements Wasser für den Menschen, das gleichzeitig lebensnotwendig als auch lebensbedrohlich sei.

Die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten übernahm der Musikverein Steinhausen unter der Leitung von Dirigent Thomas Euler.

Nach dem offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit, das imposante Bauwerk aus der Nähe zu besichtigen und sich bei einem gemeinsamen Austausch über die Entstehung und die künftige Bedeutung der Anlage zu informieren.